Anti-Fascism On the March
(Watch the goose-step!)
A Duo
He’s in the media; she’s in politics. He and she are in the forefront of every liberal cause and their names are on every manifesto. They take every opportunity to that affords itself to convey information concerning the barbarity of the Third Reich and its repercussions on the present. They are, as it would stand to reason, philo-Semites par excellence and act as intermediaries for emigrés and remigrés.
They are also intermediaries for contemporary art and literature. They sanction and interpret the practice of violence in the arts, which has a significance that is not immediately apparent. This includes the sexual abuse of women and children and the ritualistic slaughter of animals for a thrill. They do their best to bring enlightenment about these aspects and make them palatable to the public.
They are humanists in every respect, outside of the Austrian cultural setup, and their humanism excludes those who are not in accord with the anti-humanistic trends they promote.
Opposition by the revisionist element is opportune and fits into the scheme of things.
The syllogism used is that since condemnation comes from the revisionists, all opposition to must be associated with revisionism.
But of course, we know, and they know that revisionists are not opposed to violence. The business of the revisionist is to play down, minimize and belie the barbarity of the Third Reich. He merely condemns the violence that is committed by those who belong to “another political camp.”
As far as our couple is concerned, there must not be one fly in the ointment. God help anyone who gets out of line and does not tow their line! Someone who labels these occurrences as “the practice of violence under the guise of art” deserves what he gets or what he doesn’t get - like a minimal remigré pension.
A Director
There was a director who began his tenure as head of an Austrian States theatre with a play about the fate of remigrés in Austria and ignored a play by a genuine Austrian remigré for the twelve-year duration of his tenure.
A Philo-Semite
He writes extensively about the perpetrators in the days of yore. He’s good on details concerning the barbarism of the past. If you’re a poet who writes on the subject, he’s the one to go to since he edits a poetry series. He had a co-editor, who belonged to an older generation. His former colleague, a refined and cultivated older poet, did not have a particularly sanguine life. As a young man, he was inducted and spent six years of his youth wearing a uniform he hated. He was one of those who had to go while Waldheim and others fulfilled their martial duty in the Wehrmacht, which by no means could have been considered the defence force of Austria.
When the older colleague supported the publication of volumes of poetry by two émigrés who had experienced the Third Reich and its repercussions first-hand, he was shouted down and forced to pack it in by his younger colleague. And that was that! This of course is an isolated incident and is atypical. Anti-fascists and philo-Semites in Austria are invariably ready to lend a helping hand to those who were victimized by the Reich.
Another Philo-Semite
She’s a writer and functionary. She writes about the barbarities of the past and organizes and hosts symposiums on the subject. One of her anti-fascistic programs was undermining a program of bilingual poetry by women from books translated by a remigré. Of the five Austrian women represented, three are Jewish and one of them is a survivor of Auschwitz
The Second String
They’re second string state-promoted and -supported authors. These scribblers can never make it big like the mountebanks in the forefront. They’re penny ante all the way, small time literati who were born to be vassals, and who make perfect agents. They’re small fish who swim with the big fish and snap at the leftovers. It’s their job to undermine anyone who gums up the works. They are incapable of attacking contrary views or defending their views openly. They can only take action surreptitiously. They contact editors, anthologists, organizers of readings and translators. The word is to excise the works of those who are out of line. And just to be sure that the spiritual hit is carried out well, they whisper pernicious rumors in unison.
- Herbert Kuhner
Der tagtägliche Antifaschismus (im Gänsemarsch)
Zwei Gleiche
Er ist in den Medien, sie ist Politikerin. Ihre Namen sind auf jedem Manifest zu finden. Sie sind auch Erklärer des Dritten Reiches und wie die Gegenwart davon beeinflußt ist. Sie sind, man muß es nicht betonen, Philosemiten par excellence und sie sind natürlich führende Sprecher für Emigranten und Remigranten.
Sie sind auch Vermittler für die gegenwärtige Kunst und Literatur. Sie tun ihr Bestes um Strömungen aufzuklären, die nicht gleich für alle verständlich sind, zum Beispiel die, die den Mißbrauch von Frauen und Kindern und das „rituelle” Quälen und Schlachten von Tieren beinhalten.
Sie sind Humanisten in jeder Hinsicht außerhalb des österreichischen Kulturbetriebs, und ihr Humanismus schließt die aus, die nicht konform gehen mit den Trends, die sie fördern.
Die Zustände sind natürlich ein gefundenes Fressen für die Revisionisten. Sie übermalen die Barbarei der braunen Vergangenheit mit rosigen Farben, aber verurteilen Gewalt, wenn sie von denen mit einer „anderen” politischen „Überzeugung”, ausgeübt wird. Dadurch profitieren alle. Gültige Argumente werden den Revisionisten auf ein Präsentierteller serviert, und jeder der Kritik über Gewalt unter den Deckmantel der Kunst übt, wird mit ihnen in einen Topf geworfen.
Es darf kein Haar in der Suppe dieses Paares sein. Jeder, der den Weg mit ihnen gehen will, muß die Konsequenzen ziehen und verdient, was er bekommt oder nicht bekommt - wie, zum Beispiel, ein kleine Emigrantenpension.
Ein Theatermacher
Es gab ein Theatermacher, der eine zwölfjähriger Anstellung als Direktor eines Staatstheaters mit einem Stück über das Schicksal von Remigranten in Österreich begann, und ein Stück von einem echten Remigranten für die Dauer seiner Anstellung ignorierte.
Ein Philosemit
Er schreibt über die Übeltäter des Dritten Reiches und ist ein unerbittlicher Gegner der heutigen Braunen. Wenn du ein Lyriker bist, der über diese Themen schreibt, ist seine Adresse die richtige für dich, weil er eine Lyrikserie herausgibt. Es gab auch einen Mitherausgeber. Sein ehemaliger Kollege ist ein kultivierter, älterer Lyriker, der keine besonders angenehme Jugend hatte. Als junger Mann, mußte er eine Uniform anziehen, die er haßte, und sie sechs Jahre lang trug. Im Gegensatz zu Kurt Waldheim, der seine „Pflicht erfüllte,” hat er diese Uniform getragen; sie auszuziehen, hätte den Tod bedeutet. Es war ihm immer bewußt, daß die Wehrmacht kein Schutzschild für Österreich war.
Als der ältere Kollege die Publikation zweier österreichischer Emigranten befürwortete, die das Dritte Reich aus erster Hand erlebt haben, hat der jüngere Kollege den älteren niedergeschrieen und gezwungen, sich aus der Redaktion zurückziehen. Solche Ereignisse sind aber atypisch. Antifaschisten und Philosemiten kommen den Opfern des Dritten Reiches immer mit ausgestreckter Händen entgegen.
Eine Philosemitin
Sie ist eine Schriftstellerin und Funktionärin. Sie schreibt über die Grausamkeit der Vergangenheit, organisiert und veranstaltet Symposien zu diesen Thema. Eine ihrer antifaschistchen Taten war eine Verhinderung eines Programms zweisprachiger Lyrik von Frauen, von einem Remigranten übersetzt. Die Bücher heilten Lyrik von fünf Frauen. Drei davon haben das Dritte Reich als Jüdinnen erlebt, und eine von ihnen ist eine Auschwitz überlebende.
Die zweite Garnitur
Für E. G., L. U., E. B. H., et al
Sie gehören zur zweiten Garnitur österreichischer Staatskünstler. Sie sind kleine Schreiberlinge, die niemals so große Erfolge haben werden wie ihre Vorbilder. Sie sind kleine Fische, die mit den großen Fischen schwimmen und nach den Überresten schnappen. Sie sind die perfekten Vasallen und Agenten, und sie agieren, als ob sie dafür geboren worden wären. Sie werden aktiv, wenn jemand nicht konform mit den Mächtigen geht, die das Sagen haben. Sie sind nicht im Stand, offen mit konträren Meinungen umzugehen. Sie können nur im geheimen den Störenfried unterminieren. Sie kontaktieren Redakteure, Herausgeber, Übersetzer und Organisatoren von Lesungen und flüstern ihnen ins Ohr. Sie sind sehr tüchtig bei dieser Tätigkeit, und dafür gibt es kleine Belohnungen und Vergünstigungen.