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HERBERT KUHNER Romancier, Lyriker, Dramatiker und Übersetzer ist 1935 in Wien in geboren. Er emigrierte 1939 in die Vereinigten Staaten und studierte an der Lawrenceville School und Columbia University. Nach Wien kehrte er 1963 zurück, wo er als ein freier Schriftsteller und Übersetzer lebt.

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Remigration

Another topic I have “touched upon” is “remigration.” This word is a neologism, which means coming back to where you have been driven out.I've always said that I wanted a smooth ride, but I couldn't help rocking the boat. Rocking seems to be in my genes.

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Remarkable People

On the road I have traveled, I have met many remarkable people. First I name my friend and mentor the late Emile Capouya. “Mike” encouraged me over the years and published two of my books in New York.

Herbert Kuhner

grew up in the United States, associating with the New York City jazz and coffee scene in the 1950s. ". . .I've always said that I wanted a smooth ride, but I couldn't help rocking the boat. Rocking seems to be in my genes". As a subtitle I’ve chosen “Stepping out of line,” which is a movement my feet can’t seem to avoid making.

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Returning to my birthplace has given me a unique opportunity of writing on Third Reich Revisionism. This topic interlinks with Violence under the Guise of Art like pieces of a puzzle to reveal how the past manifests itself in the present.

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Kalina & Dollfuß

Einladung an Josef Kalina
vom 06.09.2001

Ehemaliger SPÖ-Funktionär soll Stellung nehmen.

Josef Kalina, ehemaliger Pressesekretär von Bundeskanzler Viktor Klima und jetzige Redakteur für Kommunalpolitik bei der Kronen-Zeitung, wird eingeladen, zu den infamen Hetz-„Gedichten” von Wolf Martin und den unmenschlichen und revisionistischen Leserbriefen im sogenannten “Freien Wort”, einen Kommentar abzugeben. Es wäre interessant zu hören, wie dies alles mit den Grundsätzen der Sozialdemokratischen Partei Österreichs zu vereinbaren ist.

Herbert Kuhner

Mail to: herbert.kuhner@cello.at

Dollfuß & Schuschnigg rückblickend

aus Zwischenwelt
Literatur . Widerstand . Exil
23. Jg. Nr. 4 Juni 2007

Anläßlich eines Empfanges für Repräsentanten der internationalen Staatengemeinschaft am 13. Januar 1988, sagte Kurt Waldheim: “Mitverantwortung an dem, was im Jahre 1938 geschehen ist, hat aber auch die internationale Staatengemeinschaft zu tragen, die einem kleinen Land gegen die Aggression einer übermächtigen Diktatur nicht beigestanden ist.”

Was Waldheim vergaß, ist, daß das „kleine Land” nur bei Mussolini um Unterstützung angesucht hatte. Österreich hat nicht versucht, Garantien von England und Frankreich zu erreichen. Statt dessen hat sich Bundeskanzler Dollfuß an Benito Mussolini gewandt, der sich später wiederum Hitler annäherte.

Sicher, England und Frankreich haben die Tschechoslowakei 1938 in München im Stich gelassen, aber hätte Österreich 1933 versucht, ein Abkommen mit den westlichen Demokratien zu treffen, wäre die Geschichte vielleicht etwas anders gelaufen.

schuessel.jpgIm Februar 2006 sieht es Bundeskanzler Wolfgang Schüssel anders: „Ich glaube, diese Diskussion ist entschieden. Das Land selber war Opfer einer Aggression, und zwar einer militärischen Aggression. Der Beweis dafür ist, daß bereits in der Nacht nach dem Einmarsch Tausende verhaftet wurden. Hätte die Nazi-Führung den Eindruck gehabt, ganz Österreich jubelt, dann hätte es diese Verhaftungen nicht gegeben. Die gesamte politische Elite wurde de facto ausgeschaltet. Es gab Widerstand in allen Lagern. Das darf man nicht ignorieren. Die Alliierten haben das sehr wohl anerkannt (…) Ich werde nie zulassen, daß man Österreich nicht als Opfer sieht.” (1)


Waldheim im März 2006: „Es war notwendig, ja unverzichtbar, daß wir Österreicher uns von der reinen Opferrolle verabschiedet haben. Sie war zwar Grundlage unseres inneren Friedens nach 1945, des Wiederaufbaus und unserer Nachkriegs Identität aber doch nur Teil der Wirklichkeit.” (2)

Ernst Karl Winter, der dritte Vizebürgermeister von Wien während der unumschränkten christlichsozialen Herrschaft, spielte in Österreich die Rolle eines unbeachteten Propheten - ähnlich wie Churchill in Großbritannien. Unglücklicherweise stießen die Warnungen Winters, über Hitlers bevorstehende Unterjochung Europas auf taube Ohren. Winter und Heinz waren Schriftleiter des GSUR Verlags und der Monatszeitschrift Wiener politische Blätter, wo sie Bücher und Artikel publizierten, die dem pro-germanischen Nationalismus und Antisemitismus widersprachen und eine Aussöhnung zwischen Christlich-Sozialen und Sozialisten sowie die Vorbereitung zur Verteidigung Österreichs unterstützten.

Winter war gegen die Auflösung des Parlaments durch Dollfuß im Jahre 1933 und versuchte unaufhörlich, zwischen Christlich-Sozialen und Sozialisten zu vermitteln. Er wußte, daß nur ein vereintes Österreich in der Lage wäre, Nazi-Deutschland zu widerstehen. Winter trat für die Vorbereitung militärischer Verteidigung und für ein Bündnis mit der Tschechoslowakei ein.

Dollfuß war ein unerbittlicher Gegner der Sozialisten und Nationalsozialisten. Indem er die ersteren politisch ausschaltete und sie im Bürgerkrieg des Feber 1934 entmachtete, ebnete er den Weg für die deutsche Machtübernahme, die vier Jahre später erfolgte.dollfuss.jpg

Am Abend des 24. Juli 1934 traf sich Winter mit Dollfuß um für Josef Gerl, Mitglied der Revolutionären Sozialisten welcher zum Tod verurteilt worden war, um Begnadigung zu bitten. Der 19 Jahre alte Gerl hatte eine Sprengladung ausgelegt, welche eine Eisenbahnanlage beschädigte. Dollfuß antwortete: „Gott sei Dank, daß ich wieder einen Roten hängen kann!” (3) Tags darauf wurde Dollfuß im Kanzleramt von den Nazis ermordet.

Nach seiner Ermordung entstand durch die Christlich Sozialen und die Katholische Kirche ein Dollfuß-Kult, und gegenwärtig hängt sein Porträt zur Rechten des Kruzifix im parlamentarischen Club der Österreichischen Volkspartei, „Erbin” der Christlich-Sozialen.

Herbert Kuhner

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(1) Wolfgang Schüssel, Neue Züricher Zeitung, 15. Feb. 2005.
(2) Kurt Waldheim Kurier, 5. März 2006, S. 3.
(3) Karl Hans Heinz, E. K. Winter: Ein Katholik zwischen Österreichs Fronten 1933-1938, Böhlau, Wien, 1984, S. 216.

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